Jahreshauptversammlung – Vorstand im Amt bestätigt

Am vergangenen Samstag begrüßte der 1. Vorsitzende Maik Schurrer die anwesenden Mitglieder im Clubheim der Segelfluggruppe Konstanz e.V. zur alljährlichen Hauptversammlung.

In einem kurzen Rückblick führte er durch die zurückliegende Saison, die einige fliegerische Höhepunkte beinhaltete. So zum Beispiel konnte sich Winfried Boos mit einem Flug über 606 km den vereinsinternen Meistertitel holen.

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Herzlichen Glückwunsch an den Vereinsmeister Winfried Boos (rechts im Bild)

Es folgte der Berichte des Kassier: Für 2016 hat die Segelfluggruppe ein leichtes Minus zu verzeichnen, denn man hatte sich bereits in 2015 für eine umfassende Grundüberholung des Ausbildungsdopllelsitzers entschieden. Mit rund 25.000 € eine Investition in die Zukunft der Ausbildung junger Flugschüler.

So konnte der Ausbildungsleiter in seinem Bericht auch von 7 jugendlichen Flugschülern und zahlreichen bestandenen Prüfungen berichten und bedankte sich bei allen Mitgliedern, Fluglehrern und Schleppiloten, die sich tatkräftig für den Schulbetrieb engagieren.

Der Technische Leiter konnte ebenfalls positiv zurückblicken und Dank der Mitarbeit der Mitglieder, bei den Wartungsarbeiten im Winter, einen guten Zustand der vier Flugzeuge vermelden.

Im Anschluss wurde der gesamte bisherige Vorstand, im Rahmen der Wahlen einstimmig im Amt bestätigt.

Alter und neuer Vorstand

Alter und neuer Vorstand

Der Vorstand bedankt sich bei den Mitglieder für das entgegengebrachte Vertrauen und freut sich auf eine erfolgreiche Saison 2017.

Herzlichen Glückwunsch zur Bestandenen Prüfung

Die Segelfluggruppe Konstanz gratuliert Andreas ganz herzlich zum Bestehen der praktischen Prüfung LAPL A – TMG. Er hat am Sonntag bei bestem Wetter erfolgreich das Prüfungsprogramm abgeflogen und darf sich nun auf die neue Lizenz freuen.

Alles Gute und allzeit sichere Landung mit dem Motorsegler!

Sicherheit wird groß geschrieben

„Safety first“ – ein Slogan, der nicht nur in der Luftfahrt seinen Niederschlag findet. Nichts desto trotz ist es das wohl wichtigste Thema, das einen jeden Piloten beschäftigt.

So auch am vergangenen Freitag auf dem Flugplatz Konstanz: Rund 50 Pilotinnen und Piloten aus allen in Konstanz ansässigen Flugzeugsparten versammelten sich in dem Clubheim der Segelfluggruppe Konstanz e.V. zu einem Sicherheitsbriefing unter der Leitung von Robert Leitner und Helge Loschan.

„Ich bin zu Tränen gerührt“, sagte Helge Loschan als Reaktion auf das rege Interesse an der Veranstaltung. Es sei ein weiterer Schritt, wieder mehr miteinander als nebeneinander zu fliegen und aufgrund der großen Bedeutung des Themas auch wichtig, dass ein solches Sicherheitsbriefing unter allen aktiven Pilotengruppen stattfindet.

Sicherheitsbriefing
Robert Leitner, der erste Referent des Abends, ist Flugleiter und Landesbeauftragter für Luftaufsicht am Verkehrslandeplatz Konstanz. Als solcher ist er verantwortlich für den geordneten Flugbetrieb des Platzes. Entsprechend beschäftigte sich sein Vortrag hauptsächlich mit den An- und Abflugverfahren, d.h. in welche Richtung ein Flugzeug fliegen darf, um insbesondere Kollisionen und Lärm zu vermeiden. Auch wies er die Anwesenden auf die Wiederholung von bekannten Funksprechgruppen hin. Denn, wie auch in der Schifffahrt hier am Bodensee, gibt es bestimmte Vorgaben, wie über Funk miteinander kommuniziert werden soll, um sich auf das Nötigste beschränken und entsprechend handeln zu können. Daher sei es wichtig, sich mit diesen Sprechgruppen, insbesondere nach der Winterpause, immer wieder auseinanderzusetzen. Robert Leitner

An das Thema des Wiederholens knüpfte sodann auch der zweite Referent, Helge Loschan, an. Er verglich die Arbeitsweise eines Piloten mit dem eines Schülers: Erlerntes kann schnell wieder vergessen werden, wenn man es nicht wiederholt und dies, so Loschan, gelte nicht nur für die Theorie, sondern gerade in der Fliegerei auch für die Praxis. Als langjähriger Fluglehrer und auch Flugprüfer wolle er deshalb einen Teil seiner bereits gesammelten Erfahrungen weitergeben. Aus diesem Grund wurde zunächst auf die einzelnen Voraussetzungen der verschiedenen Flugzeugsparten eingegangen, die erfüllt werden müssen, um den Schein aktiv zu halten, d.h. legal fliegen zu dürfen. Neben „Fußgängern“, d.h. Pilotinnen und Piloten, die sich noch in der Ausbildung zur Erhaltung einer Lizenz befinden, waren zahlreiche Mitglieder aus den Sparten des Segel-/Motorseglerflugs, des Motorflugs, der Ultraleichtfliegerei und sogar aus der Berufsfliegerei anwesend. Für alle wurde auf die speziell zu erbringenden Voraussetzungen in aller Ruhe eingegangen.

Sich Zeit für ein solches Briefing zu nehmen ist jedoch nicht nur einmal im Jahr, nämlich vor Beginn der Flugsaison, erwünscht, sondern sogar gesetzlich vorgeschrieben. Wenn man bedenkt, dass es im Durchschnitt auch noch immer elf Unfalltote jährlich in der Fliegerei zu beklagen gibt, ist dies, trotz der laut DFS rund 2,5 Mio. durchgeführten Flüge im Jahr 2016, ein Wert, den es zu minimieren gilt.

Neben den Voraussetzungen für die Fliegerei an sich, beschäftigte sich Loschan auch mit den Formalitäten, die ein Flugzeugführer nach jedem Flug zu erledigen hat: Dem Führen des Flugbuches, welches Aufschluss über die Destinationen, Fluglängen und evtl. Besonderheiten gibt.

Ebenso gab es eine Wiederholung zum Verfahren bei Notfällen, bspw. dem Versagen eines Motors, am Flugplatz Konstanz sowie eine Auffrischung der Kenntnisse über die verschiedenen Lufträume und ihrer Freigaben in Deutschland, die hier in Konstanz insbesondere aufgrund des Flughafens in Friedrichshafen keine geringe Bedeutung haben.

Zu guter Letzt gab es noch einige Tipps aus der Rubrik „Gut zu wissen“, die insbesondere Vorgaben der Nachbarländer Österreich und Schweiz noch einmal separat beleuchteten, bevor der Abend bei einem gemütlichen Zusammensitzen langsam ausklang.

Ein besonderer Dank gilt hiermit nochmals den beiden Referenten Robert Leitner und Helge Loschan, die sich mit viel Engagement für das Sicherheitsbriefing eingesetzt haben und durch sie die Veranstaltung großen Anklang bei den Teilnehmern gefunden hat.

Um es abschließend auszudrücken wie die großen Werbemacher der Lufthansa: „There’s no better way to fly“ – kommen Sie uns in Konstanz besuchen und erleben Sie den Bodensee von oben!

Segelfliegen, mehr als ein Hobby?

Bei uns könnt ihr es erfahren…

Jahresrückblick 2016

Noch im Herbst fanden bei der Segelfluggruppe Konstanz e.V. diverse Arbeitseinsätze, zum Polieren und Reinigen der Segelflugzeuge und Anhänger statt. Damit sind alle Flugzeuge winterfest gemacht worden und die Segelfluggruppe verabschiedete sich kurzzeitig in die Winterpause.

Im Zuge dessen möchte die SFG einen kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr werfen.

Das Jahr 2016 begann für die Mitglieder des Vereins mit einem Highlight der besonderen Art: Der Schulungsdoppelsitzer, eine ASK 21, wurde am 15. April frisch lackiert nach Konstanz zurückgeführt und erstrahlt seitdem wieder in neuem Glanz. Den gesamten Winter über war das Segelflugzeug aufwändig Grundüberholt und neu lackiert worden, sodass die Freunde umso größer war, als die Saison endlich beginnen konnte. Diese umfangreichen Arbeiten waren notwendig geworden, da der Alltag der Flugausbildung der letzten Jahre in hunderten von Flugstunden seine Spuren hinterlassen hatte. So hatte sich die Segelfluggruppe  bereits 2015 für diese große Investition entschieden.

Direkt am Folgetag nutzten die Mitglieder das zunächst durchwachsene Wetter, um den Doppelsitzer beim Flugbetrieb und ersten Start der Saison einzuweihen. Sogar Petrus schien begeistert von dem strahlend schönen Flugzeug, so dass am Mittag sogar noch die Sonne herauskam. Am Ende des Tages gab es nur zufriedene Gesichter und man war sich einig, dass die Überholung des Schulungsdoppelsitzers eine gelungene Investition in die Zukunft war, die den Ausbildungsbetrieb auf Jahre absichert.

Neu lackierter Schulungsdoppelsitzer

Neu lackierter Schulungsdoppelsitzer

Erstflug nach der Grundüberholung

Erstflug nach der Grundüberholung

Aber nicht nur in technischer, sondern auch in fliegerischer Hinsicht war das Jahr mit einigen Höhepunkten bestückt.

Der 1. Vorsitzende und Fluglehrer Maik Schurrer nahm vom 14. bis 21. Mai 2016 erfolgreich an der Allgäuer Segelflugwoche in Füssen teil und erzielte dort den vierten Platz.

Zur gleichen Zeit befand sich auch der langjähriger Fluglehrer Helge Loschan beim Hotzenwald-Wettbewerb, an welchem er im Team mit einem Doppelsitzer teilnahm und erfolgreich den achten Platz belegte.

Doch nicht nur im Rahmen von Wettbewerben waren die Mitglieder fliegerisch erfolgreich.

Winfried Boos, der 2. Vorsitzende des Vereins, flog am 19. Juli sage und schreibe 600 km, namentlich die Strecke von Konstanz bis nach Würzburg. Was mit dem Auto, je nach Verkehr, in gut drei Stunden erreichbar ist, dauert mit dem Segelflugzeug nicht länger. Etwa sieben Stunden war er an diesem Tag unterwegs, als er am Abend wohl behalten nach Konstanz zurückkehrte. Das macht eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwas mehr als 80 km/h, nur mit der Energie der Sonne. Somit kann ein Segelflugzeug in jeder Hinsicht mit einem Auto mithalten und Spaß macht es obendrein auch noch. Doch nicht nur an diesem Tag flog Winfried Boos eine lange Strecke: Insgesamt neun Streckenflüge hat er dieses Jahr offiziell gelistet.

Flugstrecke vom 19.07.2016

Flugstrecke vom 19.07.2016

Insgesamt flogen die Mitglieder der Segelfluggruppe mit ihren Segelflugzeugen dieses Jahr über 4.000 km.

Natürlich wurde nicht nur innerhalb Deutschlands geflogen. Ausflüge in die Nachbarländer Österreich, die Schweiz oder auch nach Frankreich erfreuten sich großer Beliebtheit.

Dass das Ausland reizvoll ist, bewiesen fünf Piloten der Segelfluggruppe, die mit der Schleppmaschine und einem Motorsegler auf Reise gingen. Fünf Piloten, vier Länder, drei Tage, zwei Flugzeuge, ein Abenteuer. Von Konstanz über München und Budweis ging es nach Prag. Nach einem Tag Stadtbesichtigung in Prag ging es am Folgetag über Pilsen nach Augsburg und wieder zurück nach Konstanz.

Piloten der Prag Reise

Piloten der Prag Reise

Reiseroute nach Prag und zurück

Reiseroute nach Prag und zurück

Damit man selbst einen solchen Ausflug unternehmen kann, bedarf es natürlich eines Flugscheines. Aber die Segelfluggruppe bildet in den Sparten Segelflug und Motorflug aus, sodass für jeden Fußgänger innerhalb von ein bis zwei Jahren der Traum vom Fliegen wahr werden kann. Auch in 2016 haben die Fluglehrer rund zehn Flugschüler im Alter von 14 bis  50 unterrichtet. So absolvierten zwei der Schüler in diesem Jahr ihr Sprechfunkzeugnis, wovon einer ferner seinen 150 km-Streckenflug nach Freiburg bewältigte. Ein weiterer Flugschüler bestand erfolgreich die Theorieprüfung zum Segelflugschein, so dass in der kommenden Saison mit einigen neuen Scheininhabern zu rechnen ist.

Dass die Kameradschaft unter Fliegern nicht zu kurz kommt zeigte wiedermal eindrücklich das diesjährige Bermuda-Treffen am 03. Oktober. Bei diesem Treffen handelt es sich um ein alljährliches Fliegertreffen, bei welchem die umliegenden Vereine im „Bermuda“-Dreieck Klippeneck-Konstanz-Herten, abwechselnd zum Fliegerplausch mit Kaffee und Kuchen einladen. In diesem Jahr besuchten rund 50 Fliegerkammeraden den Konstanzer Flugplatz und ließen sich die speziell für diesen Anlass angefertigte Torte in Form des Bermuda-Dreiecks schmecken.

Teilnehmer Berumdatreffen

Teilnehmer Berumdatreffen

Alles in allem war das Jahr 2016 für die Segelfluggruppe Konstanz sehr erlebnisreich und die Mitglieder freuen sich darauf, sich in der neuen Saison 2017 unter anderem mit einem Schnupperflugtag im Frühling zurückzumelden. Informationen hierzu werden rechtzeitig hier auf der Homepage bekanntgegeben.